Im Interview

Christoph Merkel

Stellt sich in dritter Generation, nach Großvater Klaus und Vater Stefan Merkel, den täglichen Aufgaben des Familienbetriebes „Merkel´s Bauernhof“ mit Direktvermarktung.

Landw. Nutzfläche: 500 ha

Kulturen: Gerste, Raps, Weizen, Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln

Ausbildung: Landwirt, Master in Produktionsmanagement für Agrarwirtschaft

Tierhaltung: Legehennen, Gänse, Enten

Dehner Kunde seit: 3 Jahren

 

„Herr Merkel, wie hat sich der Betrieb entwickelt und welche Schwerpunkte verfolgen Sie?“

Mit der Wiedereinrichtung - anfangs 270 Hektar Gesamtfläche- haben wir als Familie seit 1991 die Betriebsstruktur und die in der DDR abgewirtschafteten Gebäude in kleinen Schritten zu unserem heutigen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit Direktvermarktung aufgebaut. Während wir die Legehennen-Haltung erst ab 1997 intensiv und durch die Nutzung von Alt-Stallungen bzw. Gebäuden ausgebaut haben, begleitet uns der Kartoffelanbau bereits seit dem Gründungsjahr.

Der Ackerbau wird rein konventionell mit eigenen modernen Maschinen und Geräten bewirtschaftet. Betrieblich werden jährlich - besonders zur Gerste - noch ca. 30 % der Flächen gepflügt. Im Einklang mit der überwiegend und mehrfach mechanischen Bodenbearbeitung zeigt sich unserer persönlichen Meinung nach eine geringe Unkrautproblematik mit noch günstigen Herbizid-Maßnahmen.

Neben dem Ackerbau liegt der Schwerpunkt auf der Direktvermarktung von täglich frischen Eiern der Legehennen „Lohmann Brown“ und „Lohmann LSL“, eigensangebauten Kartoffeln (Solist, Gala, Laura), Gänsen und Enten zur Weihnachtszeit und weiteren Produkten, die im eigenen Hofladen des Vierseithofes sowie den bestehenden Wochenmärkten in Riesa, ganzjährig erhältlichsind. Den Höfen wurde somit wieder Leben und Nutzen gegeben, neben fünf Familienmitgliedern sind zwei weitere hoch motivierte Fremdarbeitskräfte beschäftigt.

 

„Wo stecken für Sie die Herausforderungen inIhrem Betrieb?“

Trotz der von uns geglaubten überschaubaren Unkrautproblematik haben wir im Frühjahr des „Dürrejahrs“ 2018 die ersten vereinzelten Gräser an Ackerfuchsschwanz sowie Taube-Trespe bonitiert und diese mitblattaktiven Mitteln bekämpft. Durch die anhaltende Trockenheit folgte nach der Ernte eine geringe Auflaufrateim Sommer/Herbst und der Einsatz handelsüblicher Bodenwirkstoffe zur Herbstbehandlung auf „Problemschlägen“ wurde erschwert.

 

„Was tun Sie, um Ihren Betrieb innovativund zukunftsfähig zu gestalten?“

Ich glaube, dass besonders bei zunehmenden Wirkstoff-Verlusten nur noch ein arrondierter Betrieb mit einerbreit aufgestellten Fruchtfolge wirtschaftlich produzieren bzw. existieren und gleichzeitig die Gräserproblematikin den Griff bekommen kann. Deshalb wollen wir in den nächsten Jahren die Fruchtfolge durch erhöhten Mais- bzw. Leguminosenanteil erweitern und den Rapsanbau auf zwanzig Prozent Anbauumfang begrenzen. Außerdem legen wir vor allem Wert auf den Einsatzschlagkräftiger, „langlebiger“ Maschinen, um den Arbeitszeitbedarfneben der Direktvermarktung zu reduzieren und die Arbeitskräftesituation abzufedern. Seitdrei Jahren setzen wir deshalb auch ein RTK-System, bis jetzt vorwiegend in der Bodenbearbeitung, ein. Weitere Investitionen sind in diesem Bereich angedacht.

 

„Wie und warum arbeiten Sie mit Dehner Agrar zusammen?“

Seit meinem Master-Praktikum (2014) kenne ich Steffen Jäger, zu dieser Zeit noch als Praktikums-Mentor und heute als persönlichen Ansprechpartner und Fachberaterder Firma Dehner Agrar. Mir ist besonders die fachliche sowie persönliche Beratung wichtig und dass ich ihn bei auftretenden Fragen immer erreiche. Dank der schnellen Lieferung oder auch einem Termin vor Ort ist es möglich, schnell zu reagieren.

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