Im Interview

Josef Menhard

„Herr Menhard, seit wann sind Sie bei Dehner Agrar und wie sind Sie damals zur Tätigkeit als Fachberater gekommen?“

Begonnen habe ich bei Dehner Agrar im Mai 1989, also sind es jetzt knapp 30 Jahre, die ich im Unternehmen bin. Ich war damals 36 Jahre alt und hatte schon den Schweinehaltungs- und Ackerbaubetrieb meiner Eltern übernommen. Wir waren jahrelanger Kunde von Dehner Agrar und der Fachberater unserer Region war oft auf unserem Hof. Als er mit 47 Jahren plötzlich an einer schweren Krankheit verstarb, war das sehr tragisch, denn er war bei allen Landwirten sehr beliebt. Wir wurden dann übergangsweise von einem Fachberater aus Rain betreut und irgendwie war wohl kein passender Kandidat für diese Stelle dabei. Irgendwann hat mich Herr Mittermeier - der damalige Bereichsleiter von Dehner Agrar - angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen kann, die Tätigkeit als Fachberater in diesem Gebiet zu übernehmen. Ich hatte die Schweinehaltung bereits reduziert, so war die Entscheidung relativ schnellklar. Ich war eingestellt, ganz ohne Bewerbung.

 
„Wie waren die ersten Jahre für Sie?“

Der Einstieg in die Tätigkeit war gar nicht so einfach für mich, da ich fachlich manchmal überfordert war. Die Kunden und Kollegen haben mir sehr viel beigebracht und so konnte ich mein Wissen stetig ausbauen. Ein Kunde sagte sogar mal „Am Anfang hast du dich ganz schön angestellt!“. Da hatte er wahrscheinlich gar nicht so Unrecht, es hat einfach ein paar Jahre gebraucht, bis ich wirklich drin war. Damals gab es auch noch kein Handy. Da hat man morgens, mittags und abends von zu Hause aus telefoniert. Auch die Touren waren noch ganz anders, da es die vielen spontanen Planänderungen wie heute noch nicht gab. Man ist in eine Richtung gefahrenund hat dort alle Landwirte besucht. So einfach war das! Herr Mittermeier hat damals sehr viel Wert darauf gelegt, dass die ganze Mannschaft ein hohes Niveau an Wissen und ein strenges Wertesystem an den Tag legt. Er wollte, dass seine Fachberater die besten auf dem Markt sind. Damit konnte ich mich von Anfang an sehr gut identifizieren.

 

„Was hat Sie dazu bewegt, die vielen Jahre bei Dehner Agrar zu bleiben?“

Ich bin mit meinem Beruf sehr zufrieden gewesen und ich konnte mich all die Jahre auf die Firma verlassen. Der Umgang mit meinen Kunden hat mir einfach gelegen. Ich wollte immer einen Top Service und eine gute Beratung für die vielen verschiedenen Landwirte bieten. Das liegt glaube ich auch einfach in meiner Natur. Deshalb habe ich auch nicht auf die Uhr geschaut, wenn die Kunden abends um 22:00 Uhr angerufen und ich zu allen möglichen Zeiten noch Warenlieferungen gemacht habe. In der Landwirtschaft muss man einfach flexibel bleiben.

 

„Nun steht bald ein neuer Lebensabschnitt für Sie an. Auf was freuen Sie sich besonders?“

Besonders genießen werde ich, dass ich mir selbst nicht mehr so viel Stress und Druck machen muss. Letztes Jahr war schon besser, da mich Stefan Schwegler toll unterstützt hat und wir viel gemeinsam gearbeitet haben. Vielleicht wird es für mich auch weiterhin eine Aufgabe bei Dehner Agrar geben, mit der ich unterstützen kann. Wenn ich nicht gestorben bin, bin ich ja noch da.

 

„Stefan Schwegler ist Ihr Gebietsnachfolger und neuer Ansprechpartner für die Kunden. Wie hat die Übergabe ausgesehen und was war Ihnen wichtig?“

Wir haben bereits 2 Jahre vorher die Übergabe überlegt, geplant und nach einer Nachfolge gesucht. Leider hat es zweimal nicht geklappt, beide potenziellen Nachfolgerinnen wurden schwanger und sind nun in der Elternzeit. Stefan kenne ich schon ganz lange! Seine Eltern sind langjährige Kunden und er hat als Maurer den Umbau auf unserem Hof geleitet. Irgendwie lief es ähnlich wie bei mir damals. Ich hab ihn einfach gefragt, ob er sich vorstellen könnte, bei uns zu arbeiten und er war nicht abgeneigt. Ich wusste, dass Stefan ein sehr aufgeschlossener und kommunikativer Mensch ist, der die Nachfolge hervorragend meistern kann. Er bringt schon ein super Fachwissen mit, da er sich intensiv mit dem Ackerbau auf dem elterlichen Betrieb auseinander gesetzt hat. Er ist innovativ und interessiert und will den Landwirt genauso intensiv betreuen, wie ich es gemacht habe. So konnten wir auch letztes Jahr gemeinsam im Gebiet arbeiten und ich habe das Gefühl, dass unsere Kunden super mit ihm zurecht kommen werden.

 

"Herr Menhard, wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft und bedanken uns, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben."
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